Familien-Coaching

Was eine Familie ist, wissen alle.

Wer dazugehört, wissen normalerweise auch alle.

Es gibt den Kern einer Familie und den erweiterten Familienkreis. Alle, die unter einem Dach wohnen und ihre Füße unter einen Tisch stellen (z. B. beim Essen), verbringen den Alltag meist über einen langen Zeitraum hinweg gemeinsam. Jahre der Entwicklungen und Veränderungen gehen ins Land. Wenn alles gut geht, reiten alle gemeinsam dem Sonnenuntergang und dem Happy-End entgegen.

 

Manchmal jedoch kommt es zu Turbulenzen, die ein Familienleben von leicht bis schwer so richtig durcheinanderwirbeln können. Söhne und Töchter, die nicht mehr dem Track der Eltern folgen wollen, reiten einfach in eine andere Richtung und reagieren auch nicht auf Rufe, egal wie laut. Hinterherreiten bringt oft auch nichts, denn die Kids können manchmal schon richtig schnell reiten. Wenn sie dann doch mal reagieren, tun sie das verstärkt in den Situationen, in denen ihnen etwas nicht erlaubt wird und sie das, was sie sich wünschen, nicht bekommen. Aus ihrer Sicht ist das natürlich mehr als ungerecht und sie setzen alles daran, ihr Ziel zu erreichen.

 

In der Familie eines Freundes ist vor einigen Jahren folgende Geschichte passiert: der Sohn wollte im Alter von 15 Jahren endlich einen fahrbaren, motorisierten Untersatz. Es sollte ein Roller sein, als Symbol für freie Bewegung und Unabhängigkeit. Der Vater war dagegen und machte den Vorschlag, lieber den PKW-Führerschein anzupeilen und stellte dafür und auch für die Anschaffung eines PKW eine entsprechende finanzielle Unterstützung in Aussicht, das sei doch vernünftig.

 

Die Folge der vom Vater nicht erteilten Erlaubnis, auf zwei Rädern in die Freiheit zu fahren, war eine wochenlange, psychologisch geführte Auseinandersetzung, die von Seiten des Sohnes unter anderem mit dem Kommentar bedacht wurde: "Du (gemeint war sein Vater) zerstörst mein Leben!"

 

Allen Beteiligten geht es heute gut und sie sind auch noch eine Familie. Mir ist diese Geschichte vielleicht auch deshalb in Erinnerung geblieben, weil sie zwar im Gegensatz zu anderen Geschichten noch relativ harmlos erscheint, jedoch dennoch zeigt, wie verhärtet die sogenannten Fronten sein können.

 

Vielleicht ist diese Geschichte auch nicht unbedingt der Anlaß für ein persönliches Coaching. In anderen Fällen jedoch, wenn der Haussegen nicht nur schiefhängt, sondern Situationen eskalieren und emotionale Verletzungen auf beiden Seiten entstehen, besteht dringender Handlungsbedarf. Und der Schmerz sollte nicht erst so groß werden, dass die Folgen auf gravierende Weise einzelne Mitglieder oder die gesamte Familie schädigen.

 

Frühzeitige Inanspruchnahme von externer Hilfe durch ein Kurzzeit-Coaching und eine entsprechende Beratung schont alle Beteiligten und ist nicht so kostenaufwendig, weil rechtzeitig eingeleitete Maßnahmen weniger Zeit beanspruchen.

 

Im Alltag mit all seinen Lebenssituationen geht es im Übrigen um alle beteiligten Generationen in jedem Alter.

 

Auch zwischen der ältesten Generation (Großeltern) einer Familie und deren mittlerweile erwachsenen Kinder kann es zu Konflikten kommen, die es zu lösen gilt.

 

Mögliche Themen können hier sein:

  • gemeinsame Wohnsituationen
  • Alter
  • Krankheit
  • Pflege
  • Altersheim
  • Erbe